Ostern 2017: Wanderfahrt auf Mosel und Rhein

Teilnehmer Moselwanderfahrt 2017 (1) Teilnehmer Moselwanderfahrt 2017 (2)
Die Teilnehmer

Etappe 1 Karfreitag: Bullay – Klotten 35 km 2 Schleusen
Etappe 2 Karsamstag: Klotten – Hatzenport 19 km 1 Schleuse
Etappe 3: Ostersonntag: Hatzenport – Neuwied 45 km 2 Schleusen
Etappe 4: Ostermontag: Neuwied – Mondorf 52 km
Weinhaus Ibald Hatzenport

Weinhaus Ibald Hatzenport

Es fanden sich 15 Vereinsmitglieder, die an der jährlich stattfindenden Osterwanderfahrt, diesmal auf Mosel und Rhein, teilnehmen wollten. Wie jedes Jahr gab es die Möglichkeit, nur an zwei Tagen oder drei Tagen statt an der kompletten Wanderfahrt teilzunehmen. Dies kommt den Ruderern mit familiären Verpflichtungen sehr entgegen.

Aus verschiedenen Gründen trafen sich dann doch nur 12 Ruderer am Gründonnerstag in Hatzenport. Dort hatten wir für drei Übernachtungen eine Unterkunft in einem Weinhaus mit Hotelbetrieb gebucht. Drei Boote waren in Bullay abgelegt, der Hänger in Hatzenport abgestellt worden.

 

 

 

 

 

Am ersten Rudertag, dem Karfreitag, fuhren wir mit der Bahn nach Bullay. Alle Bahnfahrten an der Mosel waren für uns kostenfrei, da jeder Übernachtungsgast für seine Tourismusabgabe ein Gästeticket für eine großes Gebiet entlang der Mosel für die Dauer seines Aufenthalts erhielt.

In Bullay angekommen, wurden die Boote aufgeriggert und zu Wasser gebracht. Statt des angekündigten bedeckten Himmels schien die Sonne den ganzen Tag. Bei blauem Himmel ruderten wir vorbei an kleinenren Moselorten, Weinbergen und frühlingsgrünen Ufern bis Klotten.

 

Die Klosterruine Stubben bei Bremm, der Ort Beilstein und die Burg Cochem zeigten sich von ihrer schönsten Seite.

Klosterruine Stubben
Klosterruine Stubben
Beilstein
Moselort Beilstein
Burg Cochem
Burg Cochem

 

Mit der Bahn ging es von Klotten zurück nach Hatzenport, wo wir nach einer kleinen Weinprobe die zweite Nacht verbrachten.

 

Die Tour am Ostersamstag begann nach dem Frühstück mit der Bahnfahrt von Hatzenport nach Klotten. Leider entsprach das Wetter diesmal eher den Vorhersagen, es war kühl und windig. Die 20 km bis Hatzenport waren mit Rückenwind schnell gerudert, aber die Wartezeit von etwa einer Stunde vor einer Schleuse hatte uns alle deutlich ausgekühlt. In die Schleuse wurden wir dann wegen des Starken Mitwindes regelrecht hineinkatapultiert, so dass wir mit aller Kraft bremsen mussten, um vor dem Schleusentor anhalten zu können.

 

In Hatzenport angekommen, wurde ein Boot auf den Hänger geladen und drei Mitruderer verließen mit Anhänger und Boot die Rudertour Richtung Heimat. Uns restliche Ruderer lockte der leckere Kuchen mit einer Tasse Kaffee in der warmen Gaststube unseres Hotels mehr als eine Nachmittagstour bei starkem Wind auf der Mosel.

 

 

 

Moselort Hatzenport

 

 

 

 

Für den dritten Rudertag waren acht statt der geplanten zehn Ruder in Hatzenport, so dass die beiden Boote fußgesteuert wurden. Ohne vorherige Bahnfahrt konnten wir direkt am Steg in Hatzenport starten.

 

 

 

Nach der Bootsschleuse Müden und der kleinen Schifffahrtsschleuse in Koblenz verließen wir die Mosel, danach ruderten wir  am deutschen Eck vorbei auf den Rhein.

Der Rhein begrüßte uns mit leichtem Regen, Gegenwind und Wellen, so wie wir es auch von unserem Heimatrevier gewohnt sind. Die Strömung half aber mit, wir erreichten Neuwied am frühen Nachmittag. Am Vortag waren schon Autos von Hatzenport nach Neuwied versetzt worden, so dass ein Teil der Ruderer sofort nach Hause aufbrechen konnte. Ein PKW musste allerdings zunächst nach Hatzenport zurück fahren, um dort das Auto mit dem gesammelten Gepäck der Übernachtungsgäste abzuholen.

Der letzte Tag der Wanderfahrt führte von Neuwied zum Heimathafen in Mondorf. Drei der bisherigen Wanderfahrtenteilnehmer waren wie geplant am Vortag abgereist, drei weitere Vereinsmitglieder fuhren mit uns am Ostermontag mit der Bahn von Bonn-Beuel nach Neuwied. Insgesamt waren wir wieder acht Ruderer.

Bei starkem Nordwind und leichtem Regen legten wir in Neuwied ab. Bei Hammerstein waren Wind und Wellen besonders stark, so dass wir ausgiebig Wasser aus dem Boot schöpfen mussten und schon Überlegungen anstellten, ob wir die Tour abbrechen sollten. Später waren die Wellen aber etwas weniger heftig und wir hatten hauptsächlich mit dem Gegenwind zu kämpfen. Auf der Strecke außerhalb des Fahrwassers neben der Insel Nonnenwert lassen wir uns normalerweise während einer Pause durchtreiben. Da an diesem Tag Wind und Strömung gegeneinander wirkten, war ohne Rudern kaum ein Fortkommen und wir mussten auch diese Strecke durchrudern.

An unserem Steg, der windgeschützt im Hafen liegt, holten wir bei Sonnenschein die Boote aus dem Wasser. Hier konnten wir uns kaum noch vorstellen, dass wir uns zuvor 52 km durch kalten Gegenwind gekämpft hatten.

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